Alexander von Humboldt

aufgenommen am: May 18, 2007 01:40:12 AM
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Kategorie: Segeln Artikel
 

Alexander von Humboldt...Wie alle Feuerschiffe war auch die Alexander von Humboldt rot gestrichen und trug weiße Schriftzeichen. Nach dem Umbau zum Segelschulschiff mit Barkrigg erhielt es ein langes Poopdeck zur Unterbringung der Matrosen, neues stehendes und laufendes Gut, einen längeren Klüverbaum, einen grünen Anstrich und eine grüne Besegelung. Zweck eines Reservefeuerschiffes war die Vertretung eines Stammfeuerschiffes während der jährlichen Werftliegezeiten.

 

Der richtige Name

 

Auf welchen Namen es genau getauft wurde, ist nicht ganz geklärt; sowohl der Name Reserve Fehmarnbelt, nach dem ersten Einsatzort, als auch Reserve Sonderburg,auch Reserve / Sonderburg mit Name Reserve, Heimathafen Sonderburg, waren bekannt. Anhand der Schiffsglocke ist allerdings die letztgenannte Möglichkeit, also einfach Reserve mit Heimathafen Sonderburg, das heute dänische Sønderborg, am ehesten zu vermuten.

 

Etwas Historie

 

  • 1906-1939 Einsatz als Reserve-FS für die Stationen: Adlergrund, Jasmund (bis 1925), Fehmarnbelt erster Einsatzort, Gabelsflach, Kiel, Kalkgrund/Flensburg, Amrumbank, Außeneider.
  • 1914-1918 Einsatz als Kriegsfeuerschiff Ost auf verschiedenen Ostsee-Stationen.
  • 1920-1945 Umbenennung in Reserve-Holtenau, 1920, Heimathafen Kiel-Holtenau, Einsatz auf wechselnden Positionen, hauptsächlich in der Ost- und auch in der Nordsee.
  • 1945 fester Standort: Übernahme der Station Kiel, Position: 54°30' und 10°18' Ost und Umbenennung in Kiel III wegen Verlust des Stamm-FS Kiel II von 1902 durch Fliegerbomben.
  • 1946 Eigner und Dienstherr: Wasser- und Schifffahrtsdirektion Kiel
  • 1950 Austausch der Dampfmaschine (175 PS) gegen Dieselmotor (300 PS).
  • 4. Januar 1957 Kollision mit finnischem Motorschiff Satu, wegen Wassereinbruchs in flaches Wasser geschleppt, auf Grund gesetzt, am 13. Januar 1957 gehoben, Instandsetzung und Modernisierung: Staatswerft in Rendsburg-Saatsee, nach mehr als zwei Jahren 1959 wieder auf Stammposition im Einsatz.
  • 5. Juli 1967 Einsatz als Reserve-Feuerschiff Kiel wegen Inbetriebnahme des neu erbauten Leuchtturmes „Kiel“ für die Stationen (meist Nordsee) „Fehmarnbelt“ (Ostsee), „Elbe 1“, „Weser“, „Borkumriff“, „P8“, „P12“, „Deutsche Bucht“; Eigner: Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck.
  • 1970 Einbau eines neuen Dieselmotors mit 510 PS.
  • 21.09.1983 Eignerwechsel (neuer Dienstherr): Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven.
  • 10. Oktober 1983 Einsatz als Stamm-FS auf Station „Deutsche Bucht“ wegen Außerdienststellung von FS Amrumbank II
  • 1986 Einsatz als Elbe 1-Reserve und Weser-Reserve 8.07.1986
  • 17. September 1986 Kollision auf „Weser“-Station mit liberianischem Motorschiff Ocean Wind, wegen Schäden am 23.09.1986 Außerdienststellung und Reparatur in Wilhelmshaven, Umbenennung in Confidentia und Überführung nach Bremerhaven; Ersatz der vakanten „Weser“-Station durch vollautomatisches Feuerschiff FS1.

 

In weiter Ferne

 

Eine der weitesten Reisen führte die Alexander von Humboldt auf von Humboldts Spuren (zum Gedenken an dessen Südamerika-Expedition vor 200 Jahren von 1799-1804) nach Südamerika und in die Karibik von Oktober/November 2003 bis Mai 2004. Zur Feier der Indienststellung vor 100 Jahren startete die Alexander von Humboldt im

Alexander von Humbold

Herbst 2005 erneut zu einer Reise nach Südamerika. Die einzelnen Stationen der Jubiläumsreise waren Bremerhaven, St. Malo, Lissabon, Kanarische Inseln, Kapverdische Inseln, Rio de Janeiro, Buenos Aires, Ushuaia (Feuerland), Valparaíso, Callao, Balboa (Panama-Kanal), Havanna, Bermudas, Azoren, St. Malo und wieder Bremerhaven. Im Rahmen dieser Reise passierte das Schiff am 13. Januar 2006 um 7:03 Uhr Ortszeit unter Führung von Kapitän Klaus Ricke Kap Hoorn, die Südspitze Südamerikas. Die Alexander von Humboldt war damit der erste Großsegler (und bis jetzt (Stand Februar 2007) der einzige) unter deutscher Flagge, der seit 1939 Kap Hoorn umrundet hat. Sie passierte unter Segeln das Kap in Ost-West-Richtung, trotz Windstärke 10 Beaufort, in Böen 11 Beaufort, aus West.

 

Der Bekanntheitsgrad

 

International bekannt ist das Schiff als Werbeschiff für die Brauerei Beck & Co. („Beck’s Bier“) und für seine grünen Segel, einer Werbeaktion von Beck & Co. Damit ist die Alexander von Humboldt neben dem Segelschulschiff Gorch Fock der Bundesmarine der wohl bekannteste Rahsegler Deutschlands.

 

 

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